Orientation - so hieß es zum mindest...

Heute, am 05. September, begann zum minderst für die kanadischen Schüler die Schule wieder. Ich war am Abend davor ein bisschen aufgeschmissen, da ich von niemandem eine Information darüber bekommen hatte, wie alles bei mir ablaufen würde. 

Nach ein paar E-mails an sämtliche Menschen stellte sich heraus, dass für morgen eine sogenannte Orientation geplant war. Netterweise hatte ich noch Kontakt zu einem Austauschschüler, der mit mir geflogen war, so dass ich von ihm alle Informationen bekam. Meine Gastschwester musste glücklicherweise zum gleichen Ort, so dass uns Rebecca, meine Hostmum,zusammen hinfahren konnte. 

Dort, ein bisschen zu spät, angekommen wurde uns erklärt, dass es je nach Länge des Aufenthalts ein Seminar gab. Lucia hatte Glück an einer Stadtrundfahrt teilzunehmen und sich ein paar Vorträge über ihren Aufenthalt anzuhören. 

Mir wurde gleich direkt nachdem ich den Raum betreten hatte mein Handy weggenommen und ich sollte anfangen ein Text über was ich Kanada lernen möchte zu schreiben. Für diese Aufgabe bekam ich 20 Minuten Zeit. Nachdem ich mein Blatt abgegeben hatte, bekam ich einen Text über die Verbreitung und Arten von Bohnen (...ja wirklich....) zu dem ich Fragen beantworten musste und danach wieder einen Text schreiben durfte, dieses Mal aber zu dem Thema wie Menschen gesünder und länger leben könnten. 

Nach dem ich meinen Text abgeben hatte, wurde ich zu einem Interview gebeten. Dabei wurden mir Fragen über mein Leben in Deutschland und meine Englischkenntnisse und auch ein paar random Fragen gestellt. 

Ich glaube die Frau war ganz zufrieden mit mir, da sie mir sagte, nachdem ich ihr erklärt hatte, dass mein Englisch nicht das Beste sei, ich aber denke, dass ich den normalen Kurs schaffen kann mit ein bisschen Arbeit, dass sie daran auch keine Zweifel hätte, weil ich sehr gut sprechen und mich gut verkaufen würde. 

Nachdem Interview bekam ich eine Vokabelliste, wobei ich immer alle vorlesen sollte und dann erklären, was es jeweils bedeutet. Man kann sich glaube ich vorstellen, dass wenn Vokabelskills für eine ganze Jahrgangsstufe in zehn Vokabeln repräsentiert werden, es ziemlich schwer ist alle oder meist auch nur die Hälfte zu wissen. 

Als auch das geschafft war, ging es direkt weiter mit dem Mathetest. Schwierig war dabei vor allem, dass mir vorher die erste Seite von beiden Test, dem leichten und dem schweren, gezeigt wurde. Das die erste Seite beim schweren super einfach aussah, war für mich nicht gerade hilfreich. Schon auf der zweiten Seite merkte ich, dass ich vielleicht die falsche Entscheidung bei der Wahl des Testes getroffen habe. (= 

Ich habe dann einfach alles gemacht, was ich irgendwie konnte... Einfacher hat es für mich auch nicht gemacht, dass nach meiner Wahl eine Frau zu mir kam und meinte: "Der Test ist eigentlich nur für Leute die später Mathe an der Uni studieren wollen." (...danke ich nicht...) 

Kurz vor Ende der Zeit wusste ich nun wirklich keine Antwort mehr und gab auf. Beim Verlassen des Raumes war ich einfach nur froh alle Test beendet zu haben. Ich litt immer noch unter Jetleg und mein Kopf brummte... 

Ute, die Frau von meiner Orga die mit uns hinflog, besuchte uns um noch einmal zu schauen, ob alles okay sei. 



Als nächstes gab es in der 20 minütigen Mittagspause Pizza. Währenddessen begann eine Frau einen Vortrag über Internationalmentoren zu halten, es machte aber den Anschein, als seien diese hauptsächlich für Leute die auch in Kanada die Schule beenden wollen. 

Auf die erste Präsentation begann sofort der zweite Vortrag, von einem Mann der alle Orientations organisiert und die Schule koordiniert. Dabei ging es um grundlegende Tipps für den Schulalltag und wie alles funktioniert. 

Weil alle guten Dinge drei sind, war mit zwei Vorträgen ja nicht genug und es folgte wieder eine Frau, die zu den Relationshipmanagern gehört, und uns etwas über deren Aufgabenbereich, sowie über das Zusammenleben in der Gastfamilie berichtete. 

Danach war unsere erste Orientation auch schon beendet. Weil Lucias Orientation ein bisschen länger dauerte, da sie mehr den spaßigen Part hatte, wartete ich noch ungefähr eine Stunde bis uns unser Gastvater Mac abholte. 

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